Unsere Vision

Unsere Vision ist es, Demokratie fit zu machen für die Anforderungen im 21. Jahrhundert. 

Unsere Welt steckt heute in einer tiefen Krise. Wirtschaftliche Unsicherheiten, soziale Spannungen und ein schwindendes Vertrauen in Regierungen sind allgegenwärtig – selbst in etablierten Demokratien wie den USA oder Deutschland. Obwohl der Zugang zu Wissen und Informationen nie einfacher war als heute, erleben wir eine unerwartete Rückkehr zu dogmatischen Ideologien. 

Politiker auf allen Kontinenten scheinen mit der Frage „Was ist der richtige Weg?“ hoffnungslos überfordert zu sein. Doch warum scheinen die Konzepte, die uns über viele Dekaden Frieden, Freiheit, Sicherheit und Wohlstand beschert haben, heute immer schlechter zu funktionieren? Was genau läuft hier schief? Und was können wir dagegen tun?

Welche Rolle spielt Pluralismus in Demokratien?

Die Bereitschaft, zuzuhören und die Welt auch aus anderen Perspektiven des anderen betrachten zu wollen, ist eine Grundfertigkeit von Demokraten
Die Bereitschaft, zuzuhören und die Welt auch aus anderen Perspektiven des anderen betrachten zu wollen, ist eine Grundfertigkeit von Demokraten.

Artikel 20 GG unseres Grundgesetzes bestimmt das Volk, also uns Bürger, zum Souverän, von dem alle Macht ausgeht. Wenn wir aber diese, uns zugedachte Rolle erfüllen, uns also aktiv an der politischen Willensbildung beteiligen wollen, müssen wir auch lernen, wie das geht. 

Pluralismus, also der Respekt vor den Ansichten und dem damit verbundenen Wertesystem anderer Menschen, ist fraglos eine der Grundlagen aller Demokratien. Genau an dieser Stelle erleben wir aber eine Erosion kommunikativer Kernkompetenzen. 

Sachliche Argumente statt diskreditierender Wertungen

Viele Menschen geben offen zu, dass sie nicht mehr bereit sind, sich auf den „Wettstreit der Argumente“ zur Erweiterung des Wissens einlassen zu wollen. Statt zuzuhören, versuchen sie, Andersdenkende zu diskreditieren. 

Diese Ausgrenzung erinnert an die finsteren Zeiten von Ideologien, öffentlichen Prangern und Scheiterhaufen, in denen zum Beispiel Sokrates, Galileo Galilei, Charles Darwin, Martin Luther, Siegmund Freud, Anne Frank, Martin Luther King und viele andere offen angegriffen oder getötet wurden. Denn sie haben es gewagt, das jeweilige gesellschaftliche Paradigma ihrer Zeit infrage zu stellen.

Wir sind überzeugt: In einer Wissensgesellschaft kann moralische Empörung niemals das Argument ersetzen. Eine gesunde Demokratie muss ihre Bürger daher befähigen,

  • ihre Gedanken konstruktiv zu formulieren,
  • mit Argumenten zu unterfüttern und
  • auch Kritik auszuhalten.

Kurz gesagt: Wir müssen (wieder) lernen, Brücken zu bauen, statt Mauern. Wir sollten wieder lernen, zuzuhören, statt auszugrenzen. Eines unserer wichtigsten Ziele ist daher die Gründung einer Schule der Demokratie.

Mehr zum Demokratieführerschein und unseren Zielen finden Sie hier.

Unser Verein forscht nach den tief versteckten Ursachen von Demokratieversagen und sucht nach Lösungen, wie Demokratie neu gedacht und weiterentwickelt werden muss, um auch im 21. Jahrhundert unsere wichtigsten Ziele erreichen zu können:

  • Frieden schaffen und erhalten.

  • Freiheit, Sicherheit, Gerechtigkeit und Wohlstand erleben.

  • Unseren Planeten für kommende Generationen bewahren.

Wir sind davon überzeugt, dass es zu wenig ist, nur an der Oberfläche die Symptome von Demokratieversagen zu bekämpfen. Wer Extremismus, Rassismus und Gewalt in all ihren Ausprägungen effektiv minimieren möchte, darf nicht lediglich mediale Pflaster verteilen, sondern muss deren Ursachen erforschen.

„Die Demokratien des Westens stehen kurz vor eine Sepsis. Wir brauchen daher keine Globuli mehr sondern effektive Antibiotika, wenn wir unsere Demokratie erhalten wollen.“