Demokratie-short

Wir lieben Demokratie.

Wir, das sind ganz normale Bürger im Alter von 17 bis 84 Jahren. Wir wollen uns engagieren und einen aktiven Beitrag dazu leisten, Demokratie nicht nur zu erhalten, sondern weiterzuentwickeln. Um Demokratie(n) fit zu machen für die Herausforderungen im 21. Jahrhundert.

Bundestag. Politiker sind nur ihrem Gewissen verpflichtet. Quelle: https://commons.wikimedia.org/wiki/File:2020-02-13_Deutscher_Bundestag_IMG_3438_by_Stepro.jpg
Deutscher Bundestag. Um Politiker bei zielführenden Entscheidungen unterstützen zu können, sollten wir Bürger „demokratische bzw. kommunikative Grundfertigkeiten“ erlernen. Quelle: https://commons.wikimedia.org/wiki/File:2020-02-13_Deutscher_Bundestag_IMG_3438_by_Stepro.jpg

Im Jahr 2025 sehen wir Demokratien gefährdet, in Deutschland, Europa und selbst in den USA.

Was läuft hier schief? Warum scheinen Demokratien ihr Versprechen von Freiheit, Sicherheit, Gerechtigkeit und Wohlstand immer weniger einzulösen?

Unsere Analyse (Kurzform)

  1. Unsere Welt wird komplexer. Die Menge an Wissen und Informationen wächst mit exponentieller Geschwindigkeit. Das macht es für Politiker immer schwieriger, die Kosten und ggf. unerwünschten Konsequenzen von politischen Maßnahmen umfassend abschätzen zu können.
  2. Wir Bürger polarisieren und separieren uns in Teilgesellschaften, die kaum noch miteinander sprechen. Wir bauen wieder Mauern dort, wo eigentlich Brücken gebraucht würden. Eine gemeinsame und verbindende, gesellschaftliche Identität geht dadurch verloren. 
  3. Wir haben verlernt zuzuhören. Wie aber können wir Verständnis und demokratische Kompromisse erwarten, wenn wir Mitbürger und bestimmte Politiker zu „Gegnern“ diskreditieren? Gegner, mit denen man nicht sprechen darf. Gegnern, die vom demokratischen Diskurs auszugrenzen sind, denen man keine „Bühne“ geben darf.
    Für uns bedeuten Demokratie und Pluralismus zunächst einmal zuzuhören und zu verstehen. Sie bedeuten nicht, dass wir die Position Andersdenkender am Ende teilen müssen. Sie bedeuten aber, dass wir ihre Sicht auf die Welt anerkennen und respektieren. Ganz gleich, ob jemand am linken, rechten, liberalen oder grünen Ende des politischen Spektrums steht. Für uns zählen die Güte des Arguments und das Prinzip: „Erst verstehen, dann verstanden werden“.
  4. Wir ignorieren Probleme zugunsten einer „vermeintlich moralischen Haltung“. Wie aber können wir Probleme, ihre Symptome und Ursachen wirksam und nachhaltig lösen, wenn wir sie nicht mehr benennen und thematisieren dürfen? Zumindest nicht, ohne persönliche oder berufliche Schwierigkeiten befürchten zu müssen?
  5. Demokratien sind in Gefahr. Denn wir Bürger verlernen, zuzuhören. Statt Diskurs und „Wettbewerb der Argumente“ erleben wir die Diskreditierung Andersdenkender. Demokratie lebt aber von Pluralismus.
    Klarheit geht verloren. In politischen Debatten geht es zunehmend um Wertungen – aber immer weniger um Argumente und klar definierte Begriffe. Ein paar Fragen sollen das verdeutlichen:
    • Welche Werte sind uns in unserer Gesellschaft wichtig – so wichtig, dass sie eine gemeinsame gesellschaftliche Identität und Zusammenhalt bewirken?
    • Welche genau beschriebenen Ziele wollen wir mit politischen Maßnahmen erreichen?
    • Welche Bedingungen genau müssen erfüllt sein, damit eine Gesellschaftsform als Demokratie gelten kann?
    • Welche Bedingungen genau müssen erfüllt sein, damit etwa eine Person oder Partei als rechts- oder linksextrem gelten kann?
    • Welche Rolle füllen politische Repräsentanten, also Politiker aus – sind sie „Herrscher auf Zeit“ oder die TOP-Angestellten des Souveräns, also der Bürger?

Viele reden davon, aber was ganz genau ist eigentlich „Demokratie“?

„Demos“ (Volk) und „Kratos“ (Herrschaft) beschreiben bereits im Wort „Demokratie“, worum es geht. Die Herrschaft des Volkes erscheint uns als Regierungs- und Gesellschaftssystem angenehmer als etwa eine Monarchie. Denn in einer Demokratie können wir selbst an gesellschaftspolitischen Entscheidungen mitwirken, wir sind also weniger fremdbestimmt als zum Beispiel in einer Diktatur.

Demokratien gelten als vergleichsweise frei, bieten oft überdurchschnittlichen Wohlstand und gelten für uns ganz selbstverständlich als favorisiertes Gesellschaftsmodell. 

Unser Beitrag

Um diese Probleme – und viele weitere – lösen zu können, braucht unsere Demokratie ein Update.

Die Lösung dieser gewaltigen Probleme nur wenigen Politikern aufzubürden, wird vermutlich kaum funktionieren. Wir brauchen neue, vor allem effiziente kommunikative Strukturen und Instrumente, die eine effektive Zusammenarbeit erlauben. Es gilt, das Wissen VIELER Menschen nutzbar zu machen, um zielführende und vor allem funktionierende Lösungen für Probleme auf allen Ebenen des gesellschaftlichen Zusammenlebens entwickeln zu können. 

Um Demokratie mit Leben erfüllen zu können, sind auch wir Bürger gefragt. Wir müssen uns einbringen, debattieren und an sinnvollen Lösungen für Probleme konstruktiv mitwirken. Diese Mitwirkung, in der Lösungsideen sowie spezifische Vor- und Nachteile aus allen Perspektiven beleuchtet und diskutiert werden können, ist unserer Ansicht nach ein wichtiges Element von Demokratie. Denn nur so kann am Ende auch eine effektive und zielführende Entscheidung über die „beste“ Lösung gefunden werden.

Damit demokratische Lösungsvorschläge von Bürgern effektiv erarbeitet werden können, sind zunächst allerdings zwei Grundvoraussetzungen zu schaffen:

  1. Eine Online-Software (LUFAS), die eine konstruktive und effektive Zusammenarbeit ermöglicht;
  2. Ein Art Demokratie-Führerschein, der dazu befähigt, sicher und nach bewährten kommunikativen Prinzipien an demokratischen Diskursen teilnehmen zu können. Wie dieser aussehen kann und warum er so wichtig ist, erfahren Sie hier.

Wir sind davon überzeugt: Nur wenn wir ein klares Bild von Demokratie haben, sind wir auch in der Lage, unsere Demokratie aktiv zu leben, zu verbessern und schützen zu können. Dafür engagieren wir uns.

Und dafür bitten wir um Ihre Unterstützung.